All Inklusive

   

Die letzten Tage vor dem Urlaub werden rückwärts gezählt. Die Vorfreude auf die schönsten Tage des Jahres ist riesengroß. Es geht in die Sonne. 2 Wochen All inklusve. Mutter packt, Vater überwacht und die Kinder geben das Kommando.

 

Beim Packen ihrer Kleider zuckt Mamma nachdenklich zusammen. Mit Schrecken denkt sie an den letzten Urlaub als auch „alles was das Herz begehrt“ im Reisepreis enthalten war, und sie in 14 Tagen um eine komplette Kleidergröße gewachsen war. Vor allem der Spruch Ihres Mannes geht ihr nicht aus dem Kopf der bei der Rückreise am Flughafen sagte: „Gut dass du nicht mitgewogen wirst, denn  All inklusive ist nur ein Angebot und keine Verpflichtung“.

 

Mit leerem Magen zieht es die Junioren zuerst ans Büffet. Wohlwollend stellen sie fest, das die versprochenen 25 qm sogar noch um zwei weitere überschritten wurden. Die Pommes sind die besten der Welt und man sichert sich gleich Unmengen davon, auf, unter und neben dem Tisch.  Ein Blick in die verwüstete Runde zeigt, die All inclusive Mentalität scheint die komplette Esskultur in die Knie gezwungen zu haben.

 

Aber auch Papa bekommt noch sein Fett ab. Vom Gratisfusel in die Knie gezwungen, klärt Mutti den an der Bar böse Gestrandeten auf, dass All inklusive ein reines Angebot ist und keine Verpflichtung, Schnapskönig des Tages zu werden.

 

Hans Pertsch Juni 2017

                                                    

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