Wie alles begann

Viele Menschen lehnen sich an ihrem 50.Geburtstag gemütlich zurück und betrachten mit Zufriedenheit das bereits Erreichte. Für Andere ist dieser Moment ein Anlass, noch einmal privat oder geschäftlich etwas Neues zu beginnen.

 

Hans Pertsch lag mit diesen Gedanken damals in einer Badewanne und lass in einer Illustrierten wie ein Journalist dieses Problem durch die Teilnahme beim Marathon in Paris für sich löste. Mit dem Ausruf „da laufe ich nächstes Jahr auch mit“, startete der Pirmasenser Kaufmann in ein neues Leben. Im April 2004 waren 35 Kg Körpergewicht abgeschmolzen und das erste große Laufabenteuer in der französischen Hauptstadt absolviert.

42195 Meter sind einerseits eine unglaubliche Herausforderung an die Bequemlichkeit, und andererseits die Möglichkeit die Grenzen der eigenen Psyche zu finden. Denn gerade die Psyche ist unterwegs der Knackpunkt wenn irgendwann der „Kolbenfresser“ einsetzt, der Motor ins Stottern gerät, und die Frage nach dem Sinn immer lauter wird. Wer dort die Mauer durchbricht wird diese Momente sein Leben lang nicht mehr vergessen.

Klar hat der Läufer vor und während manches Laufes ans Aufgeben gedacht, aber vorzeitig ausgestiegen ist er noch nie. Und auch der Spruch, „das ist mein letzter Lauf“, ist sehr oft gefallen. Da diese Worte aber meist in Ausnahmesituationen fallen, ist ein Widerspruch nicht auszuschließen.

Hans Pertsch kennt die Tränen der Freude ebenso wie die der Schmerzen, hat vieles gesehen und alles mögliche erlebt. Sonnenbrände und Frostbeulen gehören genauso in das Repertoure eines Läufers wie Muskelkrämpfe und tiefste mentale Abgründe. Freudenschreie im Ziele oder lautlose Dankbarkeit. Jedem das Seine. Ganz oben auf dem Treppchen ist er selber nie gestanden aber aufgeben war für ihn auch nie eine Option.

 

Ab der ersten Stunde mit dabei war immer irgend ein Foto. Anfangs waren es eine einfache und leichte Kleinbildkamera, heute ist es meist ein handliches Smartphone. Schönes, kurioses und emotionales hat Hans Pertsch unterwegs auf der Straße oder oben am Berg erlebt und vieles davon auf Fotos festzuhalten. Nie standen dabei die technischen Möglichkeiten der Kamera im Mittelpunkt, sondern der richtige Blick im entscheidenden Moment.

 

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© Hans Pertsch