Heimspiel

Leben im Paradies

Wikipedia sagt ganz trocken "Heimat ist die Beziehung zwischen Menschen und Raum." Wir Pfälzer sehen das ein bisschen anders, für uns ist Heimat viel tiefsinniger. 
 
Ein paar Schritte aus der Haustüre raus und da ist er schon der unverwechselbare Geruch des Pfälzerwaldes.  Die Luft ist rein, der Grund ist weich wie ein Teppichboden.  Die tiefe Ruhe des Waldes lässt Alltagstress und Ziviliationkummer verstummen. Nur ab und zu wird die Stille durch den Gesang eines Waldvogela  unterbrochen. Ein unbezahlbares Paradies. 
Unwissende Großstadtjournalisten schreiben von der verlorenen Region und sehen unsere Heimat als das Ende der Welt.  Nicht bedacht haben sie dabei, dass die meisten Menschen hier gar nicht mit Ihnen tauschen wollen oder würden 
Hier kennt jeder jeden, und wenn es Probleme gibt, dann teilt man sie. Man redet wie einem der Schnabel gewachsen ist, nämlich immer gerade heraus. Und das meist auf pfälzisch. Es ist für Fremde nicht immer leicht zu verstehen aber so ist die Welt eben. 
 

Daheim in Pirmasens

 

Mensch, geliebtes Pirmasens

 

Was machst Du immer nur mit mir wenn ich Dich besuche

 

Ich schaffe  es leider  nicht soviel Kaffee zu trinken wie ich tolle Cafes, Tankstellen und Bäckereien kenne. Leider kann ich auch nicht immer bei allen meinen Bekannten reinschauen, oft übersehe ich auch mal den einen oder anderen alten Freund zu grüßen.

 

Noch mehr schmerzt mich, dass ich nicht mehr zu Fuß auf allen Deinen Straßen unterwegs sein kann. Entschuldigung auch an Deine vielen Treppen die ich nur noch sporadisch hochrenne.

 

Aber ein kleiner Trost; die Neuffertreppe spurte ich gelegentlich sogar in Straßenkleidern hoch.

 

Ob ich mich jemals bessere?  Klar, ich verspreche es.

 

Bis bald

 

 

Daheim in Eppenbrunn

Man tritt auf die Straße, und grüßt seinen Nachbar. Mit mindestens der gleichen Freundlichkeit grüßt dieser zurück. Man kennt sich, man mag sich, man hilft sich. Und auch für ein kleines Schwätzchen von Tür zu Tür nimmt man sich gerne Zeit. Die geniale Pfälzer Sprache, mit ihren knackigen Wortspielen, macht einfachste Unterhaltungen zu Ohrengenüssen. Privilegien, das viele Menschen gar nicht mehr richtig zu schätzen wissen.

 

So oder ähnlich ist das Landleben im knapp 1500 Einwohner zählenden Eppenbrunn. Die Gemeinde, die einst sogar des Status eines Luftkurortes hatte, liegt nahe der deutsch/französischen Grenze. Aber bereits lange vor dem Schengener Abkommen, waren hier alle Schlagbäume abgebaut und man praktizierte ein grenzenloses Mitteinander.

 

Eppenbrunn genießt vor allem bei Wanderern einen hohen Stellenwert. Der Ort bietet gleich drei Qualitätswanderwege an, von denen jeder auf seine Art, einzigartig ist. Aber nicht nur die Schätze der Natur, sondern auch das touristische und gastronomische Angebot zieht die Menschen gerne in die Südwestpfalz. Eine Welt zum wohlfühlen und loslassen.

 

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© Hans Pertsch